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Wie könnte ich historische Pigmente selbst herstellen und dabei sicher vorgehen?




Wie könnte ich historische Pigmente selbst herstellen und dabei sicher vorgehen?

Shaker

12 Aug 2026 in 11:03am
Hallo in die Runde!

Ich finde die Vorstellung spannend, Farben einmal nicht fertig zu kaufen, sondern aus natürlichen Materialien selbst herzustellen. Für mich wäre dabei besonders interessant, mit Erde, Steinen oder mineralischen Bestandteilen zu experimentieren und daraus unterschiedliche Farbtöne zu gewinnen.

Gleichzeitig möchte ich vermeiden, ungeeignete oder möglicherweise problematische Materialien zu verarbeiten und würde deshalb gern mit einfachen, gut nachvollziehbaren Methoden beginnen. Wie würdet ihr an meiner Stelle vorgehen, wenn ich erste historische Pigmente selbst herstellen und anschließend zum Malen verwenden möchte?
Teilnehmer /-innen 45 J.a.

12 Aug 2026 in 12:46pm
Eine ausführliche Einführung habe ich unter webwiki.at/freizeit-lifestyle/historische-pigmente-selbst-herstellen/ gefunden, wo das Zerkleinern und Sedimentieren natürlicher Rohstoffe als grundlegende Methoden beschrieben werden.

Für meine ersten Versuche würde ich eher mit gut bekannten Erdpigmenten wie Ocker beginnen, anstatt sofort unbekannte farbige Mineralien oder Steine zu verarbeiten.

Zum Zerkleinern werden dort unter anderem Mörser und Reibplatte genannt, während sich bei erdigen Materialien das Aufschlämmen in Wasser und anschließende Trennen nach Korngröße anbietet.

Nach dem Trocknen könnte ich das entstandene Pigment je nach gewünschter Maltechnik beispielsweise mit einem geeigneten Bindemittel zu einer verwendbaren Farbe weiterverarbeiten.

Als mögliche Bindemittel behandelt der Ratgeber unter anderem Eitempera, Leinöl und Kasein, wobei sich ihre Eigenschaften und geeigneten Untergründe unterscheiden.

Wichtig wäre mir dabei, jede Probe zunächst nur in kleiner Menge herzustellen und die verwendeten Materialien sowie Mischungsverhältnisse genau zu dokumentieren, damit gelungene Ergebnisse später wiederholbar sind.

Beim Mahlen trockener Materialien würde ich außerdem auf Staubschutz und gute Belüftung achten und Stoffe unbekannter Herkunft nicht verwenden, da die Quelle ausdrücklich vor potenziell giftigen Mineralien warnt.

Für den Einstieg würde ich deshalb mit einer einfachen Erde, einem Mörser und wenigen kleinen Testflächen anfangen und erst nach ersten Erfahrungen mit aufwendigeren historischen Verfahren experimentieren.